Badischer Wein - Breisgau

Der badische Weinbaubereich Breisgau erstreckt sich von Freiburg im Süden bis   Oberschopfheim im Norden (südlich von Offenburg). Eines seiner bekanntesten Seitentäler ist das Glottertal, ebenfalls bekannt durch die Fernsehserie "Schwarzwaldklinik". Mit seinen reizvollen Fachwerkhäusern in den Dörfern und Städten, seiner Landschaft sowie kulinarischen Verlockungen zählt der Breisgau zu einem der beliebtesten Urlaubsgebiete Deutschlands.

Mit einer Gesamtrebfläche von 1.648 ha unterteilt sich der Breisgau in die Großlagen Burg Lichteneck (1.035 ha), Schutterlindenberg (449 ha), Burg Zähringen (163 ha) und eine Großlagenfreie Fläche mit 1 ha.

Im Gegensatz zum übrigen Breisgau, wo der Weinbau auf den Vorhügeln des Schwarzwaldes betrieben wird, nimmt das Glottertal eine geologische und klimatische Sonderstellung ein. Bis in eine Höhe von 500 m ziehen sich hier die Rebhänge in die Schwarzwaldberge hinein. Nierderschläge von bis zu 1.100 mm/m2 im Jahr fallen hier auf einen Gneis-Verwitterungsboden.

Im übrigen Breisgau betragen die Jahresniederschlagsmengen zwischen 750 und 950 mm. Die Sonnenscheindauer des Breisgaus während der Hauptvegetationszeit von April bis Oktober beträgt 1.350 bis 1.400 Stunden. Die Böden sind wie der benachbarte Kaiserstuhl von Löss geprägt.

Der Weißweinanteil beträgt 56,3% (928 ha), der Rotweinanteil 43,7% (720 ha). Hauptweißweinrebsorten sind Müller-Thurgau mit einem Anteil von 28,3% (467 ha) an der Gesamtrebfläche, Weißburgunder (8,2%; 136 ha) und Ruländer (11,1%; 183 ha); Hauptrotweinsorte ist der Spätburgunder (40,3%; 664 ha).


Tourismus: Freiburg, Glottertal, Europapark

Photos: © Hofmaier