Badischer Wein - 9 Anbaubereiche
Das Anbaugebiet Baden unterteilt sich in 9 Anbaubereiche:
| Bergstraße | Bodensee | Breisgau |
| Kaiserstuhl | Kraichgau | Markgräflerland |
| Ortenau | Tauberfranken | Tuniberg |
Baden mit 15.900 ha Rebfläche als drittgrößtes und südlichstes Weinanbaugebiet Deutschlands liegt zwischen dem Elsaß im Westen, dem Schwarzwad im Osten und der Schweiz im Süden. Rund 400 km erstreckt es sich vom Bodensee im Süden bis zur Badischen Bergstraße im Norden. Unterschiedlichste Böden sorgen für vielfältigste Weinaromen, selbst innerhalb ein und derselben Rebsorte. Vielfältig wie die Böden sind auch die Rebsorten, die in Baden angebaut werden.
Den größten Rebsortenanteil haben die Rebsorten Müller-Thurgau (3.506 ha; 22,9%), Grauburgunder (1.418 ha; 9,2%), Riesling (1.265 ha; 8,2%), Gutedel (1.092 ha; 7,1%), Weißburgunder (1.043 ha; 6,8%) und Silvaner (266 ha; 1,7%).
Das warme Klima ist verantwortlich dafür, dass Baden als einziges deutsches Weinanbaugebiet zur weinrechtlichen EU-Weinbauzone B gerechnet wird – zusammen mit den Weinanbaugebieten Champagne, Elsaß, Loire, Savoyen und Jura. Im Vergleich zu den übrigen deutschen Kollegen muss das Traubengut der badischen Winzer daher ein höheres natürliches Mindestmostgewicht aufweisen. Für die Eingruppierung in die EU-Weinbauzone B hatten sich die badischen Winzer freiwillig entschieden.
Die schwer zu bewirtschaftenden Hanglagen erfordern trotz modernster Techniken noch immer einen erheblichen Handarbeitsaufwand. Die relativ hohe Anzahl der mehrheitlich in Zu- und Nebenerwerb tätigen 23.000 Betriebe Badens beruht auf der historich bedingten Realerbteilung. Dreiviertel der Anbaufläche Badens (76%) werden von Genossenschaftsmitgliedern bewirtschaftet, rund 15% der Anbaufläche von Weingütern, der Rest von Erzeugergemeinschaften u.a.
Aus touristischer Sicht seien beispielsweise Heidelberg, Baden-Baden, Freiburg, Karlsruhe, Bodensee, Meersburg, Kaiserstuhl, Europapark oder der Schwarzwald genannt.
Bodenarten
Die Bodenarten reichen von Kies über Kreide, Lehm, Löß, Vulkangestein bis zum Muschelkalk. Entsprechend vilefältig sind auch die badischen Weine im Geschmack.


