Badischer Wein - Ortenau
Zwischen Lahr im Süden und südöstlich von Karlsruhe im Norden, vor der Kulisse der Schwarzwaldhöhen, zwischen Wäldern und Obstbäumen, winden sich die Rebzeilen die Rebhänge der Ortenau hinauf. Die Rebflächen breiten sich teilweise bis in die Schwarzwaldtäler aus.
In der Ortenau werden mit 900 his 1.100 mm/m2 die höchsten Jahresniederschläge unter allen deutschen Weinanbaugebieten gemessen. Diese hohen Niederschläge haben jedoch aufgrund der wasserdurchlässigen Gesteinsverwitterungsböden in keinster Weise negative Auswirkungen auf die Weinqualität. Die Auszeichnungen der Weinbaubetriebe stellen dies jährlich unter Beweis.
Die Sonnenscheindauer während der Hauptvegetationszeit von April bis Oktober beträgt 1.250 bis 1.400 Stunden (1.700 Sonnenscheinstunden/Jahr).
Mit einer Gesamtrebfläche von 2.641 ha untergliedert sich die Ortenau in die Großlagen Schloß Rodeck (1.235 ha), Fürsteneck (1.010 ha) und eine Großlagenfreie Fläche von 396 ha.
Der Weißweinanteil beträgt 55,4% (1.462 ha), der von Rotwein 44,6% (1.179 ha). Hauptweißweinsorten sind der Riesling ("Klingelberger") mit einem Anteil von 25,2% (685 ha) an der Gesamtrebfläche, Müller-Thurgau mit 11,6% (316 ha) und Grauburgunder (6,5%; 177 ha).
Hauptrotweinsorte ist der Spätburgunder (46,9%; 1.274 ha).


