Kraichgau – Weinbaubereich in Baden

Geografische Lage

Baden - Kraichgau
Baden – Kraichgau

Land der tausend Hügel – Kraichgau, das sanfte Hügelland zwischen Schwarzwald und Odenwald, mit den Orten Rauenberg im Norden, Gemmingen im Osten und Karlsruhe im Süden, ist ein Mosaik von Obstgärten, Feldern, Wiesen, Wäldern und Rebgärten. Letztere liegen auf einer Höhe zwischen 120 und 330 m ü.M. und decken eine Rebfläche von insgesamt 1.257 ha ab. Reben gibt es hier seit geraumer Zeit. Über 60 Millionen Jahre alt sind die versteinerten Rebpflanzenteile, die man hier gefunden hat.

Wein wurde im Kraichgau bereits vor über 6.000 Jahren (Michelsberger Kultur) gekeltert. Und „Durchreisende“ kamen auch immer schon vorbei; so die Megalithiker, Kelten, Römer, Sueben, Alemannen oder Franken. Allerdings dürfte das Angebot an Burgschenken und Besenwirtschaften in heutiger Zeit umfangreicher sein, als damals.

 

Boden

Die Reben des Kraichgaus wachsen auf Böden, die von Keuper, Muschelkalk oder Buntsandstein, mancherorts mit Lössauflage geprägt sind. Es handelt sich um stark kalkhaltige, skelettreiche, schwach tonige bis sandige Lehme.

Klima

Die jährliche Niederschlagsmenge beträgt 750 bis 850 mm/m². Die Sonnenscheindauer während der Hauptvegetationszeit von April bis Oktober beläuft sich auf 1.280 bis 1.350 Stunden.

Großlagen

Großlagen des Anbaubereichs Kraichgaau(1158 ha) sind der Mannaberg, Stiftsberg und Hohenberg. Die Weißweinrebfläche beträgt 680 ha, die Rebfläche  des Rotweins 478 ha.

Weißweinrebsorten – Weinbaubereich Kraichgau

Hauptweißweinsorten sind Riesling (199 ha),  Grauburgunder (141 ha), Weißburgunder (136 ha), Müller-Thurgau (129 ha), und Auxerrois (30 ha).

Rotweinrebsorten – Weinbaubereich Kraichgau

Hauptrotweinsorten sind der Spätburgunder (233 ha), Schwarzriesling (86 ha), Lemberger (59 ha) und Regent (19 ha).

Tourismus: Die 355 km lange Weinstraße Kraichgau-Stromberg führt durch 47 Gemeinden und verbindet die beiden Weinanbauzonen B (Baden) und A (Württemberg).