Markgräflerland – Weinbaubereich in Baden

Geografische Lage

Das Markgräflerland liegt im äußersten Südwesten Badens und Deutschlands. Im Westen (Elsaß)und Süden (Schweiz) wird es vom Rhein begrenzt, im Osten vom Hochschwarzald und im Norden vom Breisgau (Freiburg).

Großlagen

Mit einer Gesamtrebfläche von 3167 ha untergliedert sich das Markgräflerland in die Großlagen Burg Neuenfels, Lorettoberg, Vogtei Rötteln und eine Großlagenfreie Fläche. Die Rebflächen liegen auf einer Höhe zwischen 230m und 480m ü.M. Letztere Höhenlagen weisen Gesteinsverwitterungsböden mit geringen oder auch fehlenden Lössanteilen auf.

Boden

Mehrheitlich finden sich auf den Rebflächen des Markgräflerlandes Lössböden, schwere Mergelböden oder tonige Lehme.

Klima – Weinbaubereich Markgräflerland

Die Jahresniederschlagsmenge des badischen Anbaubereichs Markgräflerland beträgt 700 bis 900 mm/m². Die Sonenscheindauer während der Haupt-Vegetationszeit zwischen April und Oktober beträgt 1.300 bis 1.400 Stunden.

Weißweinrebsorten – Weinbaubereich Markgräflerland

Der Weißweinrebfläche des Markgräflerlandes beträgt 2118 ha, die Rotweinrebfläche 1049 ha. Hauptweißweinsorten sind der Gutedel(1071 ha), Müller-Thurgau (318 ha), Weißburgunder (270 ha), Grauburgunder (192 ha) und Nobling (51 ha). Die Weißweinrebsorte Gutedel wurde im Jahr 1793 von Karl-Friedrich, Markgraf von Baden, aus Vevey am Genfer See importiert, wo sie ihren optimalen Standort vorfand. Der Weinbau selbst wurde von den Römern eingeführt, die außerdem die vorhandenen Thermalquellen des Markgräflerlandes zur Heilung und Erholung nutzten.

Rotweinrebsorten – Weinbaubereich Markgräflerland

Hauptrotweinsorten sind der Spätburgunder (887 ha) und Regent (66 ha).

Tourismus – Wellness- Markgräflerland

Auch der Heimatdichter Johann Peter Hebel schätzte sein „Paradisgärtlein„. Heute entdecken die Besucher aus nah und fern vielerlei verborgene Schätze in den Weindörfern, Obstgärten und Rebhängen am Fuße des Schwarzwaldes.

Auch die zahlreichen Wellnessangebote locken neben den einheimischen Gästen Besucher aus dem benachbarten Elsaß und der Schweiz an.

Immer wieder fesselnd sind die sommerlichen Sonnenuntergänge bei einem Glas Gutedel mit Blick über das Rheintal hinüber zu den Vogesen.