Weinheim - Badische Bergstraße

Hoch über den kleinen malerischen Fachwerkhäusern der historischen Altstadt Weinheims (knapp 43.000 Einwohner) thronen die Burgruine Windeck (um 1.100) und die Wachenburg (ab 1907 errichtet und bis in die heutige Zeit von jungen und alten Herren für alljährliche Aufzüge in Mützen, Zipfel und Uniform genutzt). Interessantere Motive während des ganzen Jahres findet der Besucher der Zweiburgenstadt Weinheim auf dem historischen Marktplatz und im Gerberbachviertel, in dem früher im offenen Bachlauf Leder gegerbt wurde.

An Samstagen werden auf dem Bauernmarkt (Marktplatz) Erzeugnisse aus dem Umland angeboten. Neben dem kühlenden Ratsbrunnen und unter schattigen Bäumen lässt man es sich im Sommer bei einem Glas Wein gut gehen. Und zur Vorweihnachtszeit findet hier an drei Adventswochenenden der Weihnachtsmarkt statt.

Schon im März erblühen in Weinheim die Mandeln, Magnolien und Zierkirschen; im Sommer Aprikosen, Feigen und sogar Zitronen. Im Schlosspark (aus zwei Barockgärten um 1700 entstanden), nicht weit vom Marktpklatz und von der historischen Altstadt entfernt, steht die größte Libanonzeder Deutschlands. Im Nordosten des Parks liegt ein Heilkräutergarten.

Im benachbarten 60 ha umfassenden Exotenwald (gegründet 1872), in dem  rund 140 verschiedene Baumarten wachsen,  finden sich 18 unterschiedliche Waldregionen der Erde, inklusive eines 55 m hohen Mammutbaumberstandes. Die drei Rundwege im Exotenwald sind ausgeschildert (Schwarzkiefern-Rundweg: Länge 2,4 km; Exotenwald-Rundweg: Länge 3,1 km; Großer Rundweg: Länge 4,4 km). Teile des Baumbestandes werden durch Hinweistafeln erläutert. 

Im Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof finden sich über 2.500 Staudenarten,  -sorten und weitere Gehölzpflanzen aus aller Welt; u.a. eine Orientalische Platane (über 230 Jahre alt), ein Kiwistrauch (über 40 Jahre alt), ein Gingkobaum (über 110 Jahre alt) und ein Maulbeerbaum.

Von Mai bis in den November erblühen im Rosengarten 40 Rosenarten mit über 1.000 Pflanzen.