Badischer Wein — von der Sonne verwöhnt!
Was ist der Unterschied zu den anderen Anbaugebieten?

Baden — Lebensfreude pur!

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War­um fällt die­ses süd­lichs­te Wein­an­bau­ge­biet Deutsch­lands all­abend­lich nach den TV-Nach­rich­ten aus dem Rah­men! Ein Blick unten links auf die Wet­ter­kar­te genügt. Dort wer­den zumeist die höchs­ten Tem­pe­ra­tu­ren Deutsch­lands ange­zeigt. Die Trau­ben der badi­schen Wei­ne gedei­hen somit in einer kli­ma­tisch bevor­zug­ten Regi­on. Umge­ben von Schwarz­wald, Voge­sen und Oden­wald erstreckt sich ein Teil des Anbau­ge­biets Baden 400km ent­lang der Ober­rhei­ni­schen Tief­ebe­ne von Süd nach Nord. Mit­hin fin­den sich die wärms­ten Orte Deutsch­lands im Anbau­ge­biet “Kai­ser­stuhl”. Im Anbau­ge­biet “Boden­see” wer­den die Reben durch das See­kli­ma des Boden­sees begünstigt.

Die 9 Weinanbaubereiche in Baden

Nicht von unge­fähr wird Baden mit sei­ner 15.818 ha umfas­sen­den Reb­flä­che, als ein­zi­gem der 13 deut­schen Wein­an­bau­ge­bie­te, der EU-Wein­bau­zo­ne B zuge­ord­net. Die Trau­ben der hier erzeug­ten Wei­ne müs­sen des­halb höhe­re Oechs­le­gra­de auf­wei­sen als die der übri­gen deut­schen Anbaugebiete.

Das Anbau­ge­biet Baden unter­teil sich in die neun fol­gen­den Anbau­be­rei­che:

Berg­stra­ßeKai­ser­stuhlOrten­au
Boden­seeKraich­gauTau­ber­fran­ken
Breis­gauMark­gräf­ler­landTuni­berg
Baden

Badischer Wein — Weißwein

Die Reb­flä­che der Weiß­wein­sor­ten beträgt 2.538 ha, die Reb­flä­che der Rot­wein­sor­ten 1620 ha. Haupt­weiß­wein­sor­ten sind der Mül­ler-Thur­gau (778 ha), Grau­bur­gun­der (925 ha) sowie Weiß­bur­gun­der (515 ha). Die Wei­ne der nörd­li­chen Anbau­be­rei­che “Badi­sche Berg­stra­ße”, “Kraich­gau” und “Tau­ber­fran­ken” wer­den vor­wie­gend aus den Reb­sor­ten Riva­ner und Ries­ling aus­ge­baut. Im mitt­le­ren Anbau­be­reich “Orten­au” sind die Ries­ling­wei­ne King! Wei­ter süd­lich in den Anbau­be­rei­chen “Breis­gau”, “Kai­ser­stuhl” und “Tuni­berg” wach­sen vor­nehm­lich die Weiß­wein­reb­s­or­ten Grau­bur­gun­der und Weißburgunder.

Ganz im Süden schließ­lich, im Drei­län­der­eck Deutsch­land, Frank­reich, Schweiz, im Anbau­be­reich “Mark­gräf­ler­land,” rei­fen die Trau­ben der Gut­edel­wei­ne. Wei­ter öst­lich, im Anbau­be­reich “Boden­see” wer­den die Wei­ne der Reb­sor­te Mül­ler-Thur­gau ausgebaut.

Wei­te­re Reb­sor­ten erse­hen Sie tabel­la­risch über den unten ste­hen­den Button:

Badischer Wein — Rotwein

Wei­ne der Reb­sor­te Spät­bur­gun­der (Pinot noir) wer­den vor­wie­gend in den Wein­bau­be­rei­chen “Orten­au” und “Kai­ser­stuhl” erzeugt. In den nörd­li­chen Anbau­be­rei­chen Tau­ber­fran­ken, der “Badi­schen Berg­stra­ße” und im “Kraich­gau” fin­det man die Wei­ne des Schwarzrieslings.

Badischer Wein — Badisch ‑Rotgold

Eine spe­zi­el­le Wein­art unter den badi­schen Wei­nen ist “Badisch Rot­gold”, auch “Rot­ling” genannt. Dabei han­delt es sich um einen Ver­schnitt (noch vor der alko­ho­li­schen Gärung) der Reb­sor­ten Grau­bur­gun­der mit einem Min­dest­an­teil von 51% und der Rot­wein­sor­te Spät­bur­gun­der (max. 49%).

Badischer Wein — wer steckt dahinter?

Win­zer­ge­nos­sen­schaf­ten haben mit 72% den größ­ten Anteil an der Ertrags­reb­flä­che Badens. 13.792 Betrie­be ver­fü­gen über eine Reb­flä­che klei­ner gleich 0,5ha. Das sind 94% der Betrie­be. Die rest­li­chen Betrie­be sind Erzeu­ger­ge­mein­schaf­ten, Wein­gü­ter und Selbst­ver­mark­ter sowie Win­zer ohne eige­nem Weinausbau.