Weinlese 2015 in Baden: Geringere Mengen bei guter Qualität

News-Archiv

von : Dr. Christoph Hofmaier

Mitglied der FIJEV “Federation Internationale des Journalistes et Ecrivains des Vins et Spiriteux” “International Federation of Wine and Spirits Journalists and Writers”, Paris

vom: 19. September 2015

Der hei­ße Som­mer 2015 hin­ter­ließ auch in den badi­schen Reb­an­la­gen sei­ne unver­kenn­ba­ren Spu­ren. Die Ertrags­er­war­tun­gen für den Jahr­gang 2015 lie­gen um 15–20% nied­ri­ger als im Vor­jahr. Das Trau­ben­le­se­gut kann als her­vor­ra­gend bezeich­net wer­den.

Jun­ge Reb­an­la­gen sowie Reben auf ske­lett­rei­chen, weni­ger tief­grün­di­gen Böden erfor­der­ten eine zusätz­li­che Bewäs­se­rung wäh­rend der knapp acht­wö­chi­gen Hit­ze­pe­ri­ode mit Tem­pe­ra­tu­ren von nahe­zu 40°C.

Laut Peter Wohlfarth, Geschäfts­füh­rer des Badi­schen Wein­bau­ver­bands lie­gen die Beer­engrö­ßen und somit die Trau­ben­ge­wich­te deut­lich unter dem Durch­schnitt. Die Säu­re­ge­hal­te der Bee­ren sei­en jedoch höher als bei jenen, die dem hei­ßen Som­mer 2003 aus­ge­setzt waren, so Ver­bands­prä­si­dent Kili­an Schnei­der bei der Herbst­pres­se­kon­fe­renz des Badi­schen Wein­bau­ver­bands in Frei­burg.

Der Trau­ben­ge­sund­heits­zu­stand kann als her­vor­ra­gend bezeich­net wer­den. Die Ertrags­er­war­tun­gen für den Jahr­gang 2015 lie­gen bei 1,1 Mio. Hek­to­li­tern (hl) bei 70hl/ha – das sind 15–20% weni­ger als im Vor­jahr mit 1,3 Mio.hl. Die stärks­ten Men­gen­ein­bu­ßen wer­den in die­sem Jahr im Anbau­be­reich Mark­gräf­ler­land erwar­tet.

Wäh­rend die im Jahr 2014 die Kirsch­essig­flie­ge so man­chem Win­zer schlaf­lo­se Näch­te berei­te­te, mach­te die­se in die­sem Jahr kei­ner­lei Pro­ble­me.

Alle Reb­sor­ten sind in die­sem Jahr gleich­zei­tig reif; die Haupt­le­se setz­te ab dem 14.September ein. Zur Ver­mei­dung alko­hol­rei­cher Wei­ne wer­de nicht mehr so auf die Oechs­le­gra­de geschaut wie in frü­he­ren Jah­ren.

Badens Wein­wirt­schaft erwar­te laut Peter Wohl­fahrth für das Jahr 2015 einen men­gen­mä­ßig nied­ri­ge­ren, qua­li­ta­tiv jedoch sehr guten Herbst.

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