Weinlese Baden 2016 – qualitativ sehr gut, quantitativ durchschnittlich

Kilian Schneider, Peter Wohlfarth, Weinkönigin Magdalena Malin, Minister Peter Hauk

News-Archiv

von : Dr. Christoph Hofmaier

Mitglied der FIJEV “Federation Internationale des Journalistes et Ecrivains des Vins et Spiriteux” “International Federation of Wine and Spirits Journalists and Writers”, Paris

vom: 19. September 2016

Burk­heim. Bei einem Pres­se­ge­spräch in Burk­heim am Kai­ser­stuhl gaben die Funk­tio­nä­re des Badi­schen Wein­bau­ver­bands im Bei­sein von Minis­ter Peter Hauk vom Minis­te­ri­um für länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz Baden-Würt­tem­berg einen Über­blick über die dies­jäh­ri­ge Wein­le­se.

Laut Peter Wohlfarth, Geschäfts­füh­rer des Badi­schen Wein­bau­ver­bands, sei in Baden mit einem guten Herbst 2016 zu rech­nen. Die der­zei­ti­gen Schät­zun­gen lägen 221bei 75 bis 80hl/ha, was einem Mos­tertrag von 1,1 bis 1,2 Mio. hl ent­spricht. Badens Win­zer sehen somit einem qua­li­ta­tiv sehr guten und quan­ti­ta­tiv durch­schnitt­li­chen Herbst ent­ge­gen.

Kirschessigfliege

Die Kirsch­essig­flie­ge, ein durch die Glo­ba­li­sie­rung ein­ge­schlepp­ter Schäd­ling, stel­le nach Wein­bau­ver­bands­prä­si­dent Kili­an Schnei­der für Weiß­wein­reb­s­or­ten kein Pro­blem dar, da die­se die dunk­len Bee­ren bevor­zu­ge. Der Anteil der Hoch­ri­si­kor­eb­s­or­ten in Baden läge bei 5%, wobei die Reb­sor­te Spät­bur­gun­der nicht davon betrof­fen sei, da der höhe­re Säu­re­ge­halt der Bee­ren in der ers­ten Rei­fe­pha­se von der Kirsch­essig­flie­ge nicht gemocht wer­de, wie auch Hit­ze und Tro­cken­heit. Daher mache man es dem Schäd­ling auch hin­sicht­lich der Kul­tur­tech­nik durch fol­gen­den Maß­nah­men so unan­ge­nehm wie mög­lich:

  • Sau­ber gegip­fel­te Reb­an­la­gen,
  • Kurz­hal­tung der Begrü­nung in der kri­ti­schen Pha­se,
  • End­blät­te­rung der Trau­ben­zo­ne

Rebflurbereinigung

Reb­flur­be­rei­ni­gung, Burk­heim am Kai­ser­stuhl

Bezüg­lich der Zutei­lung von Reb­flä­chen­kon­tin­gen­ten gemäß der euro­päi­schen Wein­markt­ord­nung soll­ten die neu­en Flä­chen nicht in der Ebe­ne ent­ste­hen, son­dern die Hang­la­gen so gestal­tet wer­den, dass sie bewirt­schaft­bar blei­ben und wirt­schaft­lich ren­ta­bel geführt wer­den kön­nen. Minis­ter Hauk habe kein Inter­es­se dar­an, dass es in Baden-Würt­tem­berg eine Ent­wick­lung gebe wie bei­spiels­wei­se in der Pfalz, wo man es mehr mit Rebä­ckern als Reb­ber­gen zu tun habe. Das, was die Land­schaft in Baden-Würt­tem­berg prä­ge, sei­en die Hän­ge, die mit Reben bestockt sind, was auch in der Zukunft so sein soll­te. Neben den bereits vor­han­de­nen 34 Flur­be­rei­ni­gungs­ge­bie­ten sei­en 14 wei­te­re geplant.

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