Weinlese Baden 2016 – qualitativ sehr gut, quantitativ durchschnittlich

Kilian Schneider, Peter Wohlfarth, Weinkönigin Magdalena Malin, Minister Peter Hauk
Kilian Schneider, Peter Wohlfarth, Weinkönigin Magdalena Malin, Minister Peter Hauk

Burkheim. Bei einem Pressegespräch in Burkheim am Kaiserstuhl gaben die Funktionäre des Badischen Weinbauverbands im Beisein von Minister Peter Hauk vom Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg einen Überblick über die diesjährige Weinlese.

Laut Peter Wohlfarth, Geschäftsführer des Badischen Weinbauverbands, sei in Baden mit einem guten Herbst 2016 zu rechnen. Die derzeitigen Schätzungen lägen 221bei 75 bis 80hl/ha, was einem Mostertrag von 1,1 bis 1,2 Mio. hl entspricht. Badens Winzer sehen somit einem qualitativ sehr guten und quantitativ durchschnittlichen Herbst entgegen.

Kirschessigfliege

Die Kirschessigfliege, ein durch die Globalisierung eingeschleppter Schädling, stelle nach Weinbauverbandspräsident Kilian Schneider für Weißweinrebsorten kein Problem dar, da diese die dunklen Beeren bevorzuge. Der Anteil der Hochrisikorebsorten in Baden läge bei 5%, wobei die Rebsorte Spätburgunder nicht davon betroffen sei, da der höhere Säuregehalt der Beeren in der ersten Reifephase von der Kirschessigfliege nicht gemocht werde, wie auch Hitze und Trockenheit. Daher mache man es dem Schädling auch hinsichtlich der Kulturtechnik durch folgenden Maßnahmen so unangenehm wie möglich:

  • Sauber gegipfelte Rebanlagen,
  • Kurzhaltung der Begrünung in der kritischen Phase,
  • Endblätterung der Traubenzone

Rebflurbereinigung

Rebflurbereinigung, Burkheim am Kaiserstuhl
Rebflurbereinigung, Burkheim am Kaiserstuhl

Bezüglich der Zuteilung von Rebflächenkontingenten gemäß der europäischen Weinmarktordnung sollten die neuen Flächen nicht in der Ebene entstehen, sondern die Hanglagen so gestaltet werden, dass sie bewirtschaftbar bleiben und wirtschaftlich rentabel geführt werden können. Minister Hauk habe kein Interesse daran, dass es in Baden-Württemberg eine Entwicklung gebe wie beispielsweise in der Pfalz, wo man es mehr mit Rebäckern als Rebbergen zu tun habe. Das, was die Landschaft in Baden-Württemberg präge, seien die Hänge, die mit Reben bestockt sind, was auch in der Zukunft so sein sollte. Neben den bereits vorhandenen 34 Flurbereinigungsgebieten seien 14 weitere geplant.